Der Kreisvorstand der Emder Grünen warnt eindringlich vor den energiepolitischen Plänen von Bundeswirtschaftsministerin Reiche. Sollten diese so umgesetzt werden, würde der Ausbau der Windenergie in Deutschland massiv zurückgefahren und in den windreichen Regionen des Nordens praktisch zum erliegen kommen. Statt die 100 Milliarden Euro Klimasondervermögen zu nutzen, um für die Windkapazitäten des Nordens den Netzausbau zu beschleunigen, Stromspeicherkapazitäten voranzutreiben und die Wasserstoffwirtschaft voranzubringen, plant Ministerin Reiche den Ausbau der erneuerbaren Energien in ihrer ganzen Bandbreite zugunsten der Erdgas- und Erdölbranche auszubremsen. Welche fatalen Folgen dies für Ostfriesland haben wird, erkennt man in einem Déjà-vu. Schon einmal, im Jahr 2014, hat eine ‚Reform‘ des EEG durch eine Große Koalition – mit Zustimmung auch der ostfriesischen Bundestagsabgeordneten Johann Saathoff (SPD) und Gitta Connemann (CDU) – den Ausbau der Windkraft an Land massiv ausgebremst. Die Folgen sind bekannt: Verlust von 1.500 Arbeitsplätzen bei Enercon und massive Einbrüche der kommunalen Finanzen vor allem bei Stadt und Landkreis Aurich, aber auch in anderen ostfriesischen Kommunen.
Ähnliche Folgen drohen nun wieder. Mehr noch: Mit den neuen Plänen aus dem Bundeswirtschaftsministerium werden die ostfriesischen Kommunen in ihren Planungen des Ausbaus und Repowering von Windparks massiv behindert und die Hoffnungen Ostfrieslands, sich zum Drehkreuz einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft zu entwickeln, hintertrieben. Die Rücknahmen bei der Solarförderung fährt eine ganze Handwerksbranche vor die Wand und verhindert die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an der Energiewende. Profite im Energiebereich sollen wieder nur noch große Unternehmen und Konzerne haben. Der Emder Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen appelliert an Johann Saathoff (SPD) und Gitta Connemann (CDU), ihren Einfluss in Berlin für die Interessen Ostfrieslands geltend zu machen und Reiches Plänen in der vorliegenden Form nicht zuzustimmen.
Die Folgen der fortwährenden Abhängigkeit von Erdöl und Gas erfahren die Bürgerinnen und Bürger wieder hautnah nach dem US-Angriff auf Iran. Welche Maßnahmen sind erforderlich, um stattdessen die Energiewende voranzubringen und den Ausbau der erneuerbaren Energien mit Energiesicherheit und Bezahlbarkeit zu verbinden? Unter dem Titel „Energiewende 2.0: Umsetzen statt abwürgen!“ lädt der Emder Kreisverband der Grünen am kommenden Dienstag, 10. März 2026, 18 Uhr in den Emder Leckerpott ein, um das grüne Gegenkonzept zu Reiches Kahlschlagplänen mit dem stellvertretenden Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen und ehemaligen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Sven Giegold zu diskutieren.
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