Pressemitteilung zum Emder Schulentwicklungsplan

Mit Blick auf die momentanen schulpolitischen Weichenstellungen in Emden appelliert der Kreisvorstand von Bündnis 90/Die Grünen an die Ratsfraktionen von SPD, CDU und FDP: Kommt zur kommunalpolitischen Vernunft. Erkennt, dass euer Beschluss zum Schulentwicklungsplan für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schulen nur Chaos verursacht statt Probleme zu lösen und einen finanzpolitischen Irrsinn darstellt.

Es macht einfach keinen Sinn bei den Gymnasien das JAG per Ratsbeschluss auf Fünfzügigkeit künstlich zu deckeln und das Max auf Vierzügigkeit hochzufahren. Ihr entmündigt die Eltern bei der Schulwahl und erzwingt einen teuren Anbau am Max, während am JAG gut ausgestattete Unterrichtsräume leer stehen werden. Hohe Bauinvestitionen werden erneut in den Gymnasialbereich fließen müssen, obgleich dort keinerlei Raumbedarf besteht. Und das Geld fehlt dort, wo die Raumnot wirklich groß ist, nämlich beim Ausbau der IGS!

Es macht keinen Sinn, eine zweite vierzügige IGS in Borssum anzudenken, wenn die Finanzmittel für den dort notwendigen Standortausbau direkt in den Ausbau der existierenden IGS fließen könnten. Zumal der Standort Borssum für eine sinnvolle Oberstufen­kooperation viel zu weit weg liegt von der IGS Emden und den Gymnasien. Damit schiebt ihr nur die Lösung der massiven Raumnöte der IGS auf die lange Bank, anstatt sie konkret und konstruktiv anzugehen.

Unser Fazit lautet: Ihr verkauft euch immer als die Hüter der finanzpolitischen Vernunft. Mit diesem Beschluss beweist ihr das Gegenteil! In Wahlkampfreden predigt ihr Wahlfreiheit gegenüber Regulierung durch die öffentliche Hand. Ihr tut hier das Gegenteil: Ihr unternehmt nichts, um die freie Anwahl der IGS durch die Lösung der Raumnot wieder zu ermöglichen und reguliert noch obendrein künstlich den Zugang zu den Gymnasien. Das kommt dabei heraus, wenn man eine vier Jahre lang auf fundierter statistischer Faktenbasis und unter intensiver Einbeziehung aller Betroffenen erarbeiteten Verwaltungsvorlage mit einer in kürzester Zeit in Hinterzimmern zusammen­geschusterten Ratsvorlage torpediert.

Tut den Kindern, Eltern und Schulen der Stadt Emden einen Gefallen und holt diese Kuh noch vor dem Ende des Anmeldeverfahrens für die weiterführenden Schulen vom Eis.

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