Antrag: Strombilanzkreismodell für die Stadt Emden prüfen

Antrag der Gruppe GRÜNE feat. Urmel im Emder Rat vom 05.05.2026

die Gruppe Grüne feat. Urmel stellt den folgenden Antrag zur Beschlussfassung an den Rat.

Antrag:
Die Stadt Emden prüft die Nutzung des Strombilanzkreismodells für die effiziente
Eigennutzung des mit städtischen Anlagen erzeugten PV-Stroms.


Begründung:
Kommunen spielen eine Vorreiterrolle bei der Energiewende. Die Stadt Emden erzeugt
PV-Strom mit eigenen Anlagen. Der kostengünstige Eigennutzungsgrad ist nach einer
Darstellung des GME sehr unterschiedlich und noch ausbaufähig. Zunehmend setzen
sich Städte und Gemeinden mit einer effizienteren Eigennutzung des erzeugten Stroms
auseinander: Das Strombilanzkreismodell ermöglicht es Kommunen, lokal erzeugten
Strom direkt zu verbrauchen, zwischen den Liegenschaften zu verteilen und
Überschüsse intern auszugleichen. Das Ziel: Ein möglichst energieautarker, regionaler
Verbund für die regenerative Eigenstromversorgung – und die Einsparung von
Stromkosten.


Unter einem Strombilanzkreis versteht man die bilanzielle Aufrechnung von
Stromerzeugung und Stromverbrauch unter Nutzung des öffentlichen Stromnetzes. Der
nachhaltig erzeugte Strom in einer Kommune, beispielsweise aus Dach-Photovoltaik,
wird dabei mit dem Verbrauch in verschiedenen Gebäuden – auch solche ohne eigene
PV-Anlage – verrechnet. So werden nur echte Überschüsse ins Netz eingespeist, während
weniger Strom teuer zugekauft werden muss.


Beispiel: Auf einer Sporthalle ist eine Photovoltaik-Anlage installiert. Diese verbraucht
nur einen Teil des erzeugten Stroms. Für das Verwaltungsgebäude hingegen, auf dem
keine PV-Anlage installiert werden kann, muss wesentlich teurerer Strom zugekauft
werden. Mit einem Bilanzkreis kann nun der Strom von der Turnhalle über das
öffentliche Netz an das Verwaltungsgebäude transportiert und dort als Eigenstrom
verbraucht werden, sodass die Stromkosten sinken.

Quelle: Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz





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