Verkehr und Mobilität-Kommunalwahlprogramm 2026

Wir stärken klimaneutrale und sichere Mobilität für alle Verkehrsteilnehmenden. Damit alle Menschen die Freiheit und Möglichkeit haben, zu entscheiden, wie sie unterwegs sein wollen.

Wir wollen Bus und Bahn lokal und regional stärken. Dazu gehört unbedingt, die Bahnverbindung nach

Aurich zu reaktivieren und dabei sinnvolle Haltestellen mitzudenken – auch zur Anbindung des

Zentralklinikums. Wir wollen einen Klinikshuttle einrichten und bei den bestehenden Buslinien die

Taktung verbessern. Zudem ist es uns wichtig, dass Barrierefreiheit an Haltestellen, Bordsteinen und

Übergängen sichergestellt ist.

Zu einem modernen und starken ÖPNV gehört unserer Ansicht nach auch ein individuell angepasstes

Angebot wie das Anrufsammeltaxi. Dieses wollen wir weiter stärken, denn es ermöglicht den Anschluss

aller an ein zentrales ÖPNV-Netz.

Zur Stärkung der Innenstadt wollen wir nach dem erfolgreichen Vorbild anderer Städte samstags einen

kostenfreien Busverkehr einführen. Die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen stärken wir dadurch,

dass wir ihnen das das Jugendticket kostenfrei zur Verfügung stellen und den ÖPNV stärker am Alltag

junger Menschen ausrichten — mit Anbindung an Jugendorte, Skateranlagen und Schwimmbäder. Die

Bus-Fahrzeugflotte wollen wir bis spätestens 2035 klimaneutral machen. Bei der Neuanschaffung von

Bussen werden Elektrobusse angeschafft.

Wir setzen uns für eine sichere, unterbrechungsfreie Fahrradinfrastruktur ein. Dies bedeutet die weitere

Umsetzung des Masterplan 40% Radverkehr bis 2030, gut ausgebaute, gepflegte und sichere Radwege mit

durchgängigen Achsen statt eines Flickenteppichs; dazu Fahrradstraßen und sichere Schulwege. Wir

setzen uns ein für Fahrradschnellwege aus dem Emder Umland in die Innenstadt, die diesen Namen

verdienen, statt der bisherigen Mogelpackungen. Fahrradschnellwege sind klar getrennt von anderen

Verkehrsmitteln und Fußgängern und bieten durch ebene Fahrflächen einen hohen Fahrkomfort. Wir

streben hierfür z.B. die Umwidmung der dritten Fahrspur in der Auricher Straße zu

Fahrradschnellwegen an. Gefahrenpunkte für Fahrradfahrende und andere Verkehrsteilnehmende

müssen identifiziert und entschärft werden, z.B. an Baustellen und in Kreuzungsbereichen wie am

Wallende Herrentor. Wir setzen uns für mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an stark frequentierten

Orten und Haltestellen ein; Teilbereiche der Parkhäuser sollen für Fahrräder reserviert werden.

Fahrradverkehr und Tourismus stärken wir durch den Ausbau und die Bekanntmachung von E-Bike-

Ladestationen und Fahrrad-Service-Säulen.

Für einen sicheren, anwohnerfreundlichen und flüssigen Autoverkehr wollen wir den Ausweichverkehr

durch die beruhigte Innenstadt anwohnerfreundlich lenken – mit Einbahnstraßen,

Temporeduzierungen und Anliegerzonen für Durchfahrt und Parken. Für ein reines Durchqueren darf

der angenehmste und schnellste Weg nicht durch Wohnquartiere oder die Innenstadt führen. Wir setzen

uns für mehr Ladesäulen für E-Autos, eingebunden in das Parkraumkonzept, ein, und für Tempo 30 als

Regel innerorts, mit Ausnahmen für zweispurige Hauptachsen, bei denen die Fahrradspur baulich

getrennt ist.

Ebenso unterstützen wir Carsharing, Lastenrad-Ausleihen und Park&Ride Angebote. Nur mit all diesen

verschiedenen Formen der Mobilität, von PKW bis Fußweg, gelingt es, alle Menschen abzuholen, sodass

jede:r – egal ob in der Innenstadt oder in den Außenbezirken – gut angebunden ist.

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