Stadtgesellschaft-Kommunalwahlprogramm 2026

In Emden sind alle Menschen willkommen. Wir leben Vielfalt und gestalten Orte zum Ankommen und Sein.

Wir wollen eine Stadt, die Menschen Räume gibt und in der alle, unabhängig von Alter, Herkunft,

Geschlecht, möglicher Behinderung, sexueller Orientierung und Glauben gleichwertig sind und frei

leben dürfen.

Teilhabe und eine offene Gesellschaft beginnen bei Barrierefreiheit. Diese wollen wir in der ganzen Stadt

sicherstellen. Wir feiern Multikulturalität und unterstützen Angebote zum Austausch auf Stadt- und

Quartiersebene, wie u.a. die Interkulturelle Woche. Wir wollen die Gleichstellungsstelle stärken, eine

Antidiskriminierungsstelle einführen und Beratungsangebote schaffen – mit einer klaren Haltung gegen

Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit. Zudem wollen wir die Täterarbeit als Teil des Gewaltschutzes

ausbauen.

Wir fördern queere Jugend- und Bildungsarbeit und die Beratung und Selbsthilfe rund um sexuelle und

geschlechtliche Identität. Für Geflüchtete soll Emden weiterhin ein sicherer Hafen bleiben. Dazu gehört

für uns, konsequent die Schritte der Initiative Seebrücke – schafft Sichere Häfen zu gehen. Die bisherigen

Beratungsangebote der Stadt wollen wir erhalten und aktiv kommunizieren.

Für junge Menschen wollen wir mehr möglich machen: Sie brauchen zunächst eigene Räume, drinnen

und draußen, die sie selbstbestimmt gestalten können. Freizeitorte wie Schwimmbäder und Kinder-/

Jugendtreffs wollen wir sichern und besser erreichbar machen. Bestehende Orte wie Schwanenteich,

Uphuser Meer, Skatepark und Calisthenics-Anlage wollen wir ausbauen und barrierefrei gestalten. Wir

wollen barrierefreie Spielplatzlösungen umsetzen, offene Sportplätze, begleitet durch Streetwork,

anbieten, und Sprayflächen für alle schaffen – nicht nur für Profis. Vor allem wollen wir die

Jugendbeteiligung in der Gestaltung unserer Stadt stärken – mit klaren Entscheidungsspielräumen für

das Jugendparlament und regelmäßigen außerparlamentarischen Einbeziehung engagierter

Jugendlicher.

Wir setzen uns ebenso für die Belange der älteren Menschen ein. Insbesondere ist es uns wichtig, dass die

Mobilität und Aufenthaltsqualität innerhalb der Stadt auch im Alter gewährleistet ist. Ebenso müssen

wichtige Angebote, wie z.B. Banken und Grundversorgung, in den Stadtteilen erhalten bleiben, um auch

für ältere Menschen gut erreichbar zu sein. Wir setzen hierbei auch auf aktive Mitarbeit im

Seniorenbeirat der Stadt, weil dort die Anliegen dieser Altersgruppe besprochen werden.

Wir wollen, dass Menschen in Emden weiterhin und verstärkt füreinander einstehen. Dazu ist es wichtig,

dass wir Vereine stützen, stärken und einbinden, und die Ehrenamtsagentur weiter fördern. Wir wollen

Strukturen und Räume für Integration, Austausch und Alltagshilfe fördern, etwa Stadtteiltreffs und

Quartiersmanagement. Zudem wollen wir die Studierenden an der Hochschule Emden/Leer einbinden

– mit Wohnraum und guten Übergängen in lokale Arbeit.

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