Bildung muss durchlässig sein, Wahlmöglichkeiten sichern und unter guten Bedingungen stattfinden. Lernorte sollen gute Orte für alle Menschen sein, mit Hilfen und Unterstützung, Beteiligungsmöglichkeiten und sozialem Zusammenhalt, der aktiv gefördert wird.
Bildung ist zentral für die Zukunft unserer Gesellschaft und Demokratie – unabhängig von Alter und
sozialer Herkunft. Wir unterstützen Bildung von Beginn an, ob in der Villa am Ring, in Bildungsträgern,
Kindertageseinrichtungen, Schulen, der Volkshochschule, der Hochschule Emden/Leer und überall da,
wo Menschen zusammenkommen und lernen.
Gute Bildung braucht gute Kitas. Wir setzen uns deshalb für die weitere Umsetzung des sogenannten
„Emder Modells“ ein, das eine dritte Fachkraft in Krippengruppen vorsieht. Hierbei streben wir auch die
Wiedereinführung einer Begrenzung der Gruppengrößen in Kindergärten auf 22 Kinder an; mit dem
mittelfristigen Ziel, sie auf 18 Kinder je Gruppe abzusenken.
Wir wollen die Wahlfreiheit für Kinder und Eltern erhalten – Bildungswege müssen echte
Entscheidungen bleiben und dürfen nicht vom System vorgegeben werden. Wir setzen uns dafür ein,
dass alle Schüler:innen die gleichen Chancen auf ihren individuellen Bildungsweg haben. Dazu gehört
auch, die Wahlfreiheit für abgehende Kinder ab Jahrgang 6 vom Gymnasium zu sichern. Gleichzeitig
wollen wir die Zusammenarbeit zwischen den Schulformen zu einer solidarischen Emder
Schullandschaft ausbauen. Mehr Kooperation statt Konkurrenz schafft bessere Bildungsangebote für alle,
stärkt den Zusammenhalt und eröffnet Kindern und Jugendlichen vielfältige Perspektiven für ihre
Zukunft.
Um dem Broken-Window-Effekt entgegenzuwirken, müssen Kitas und Schulen in einen Zustand
versetzt werden, der gutes Lernen und Arbeiten ermöglicht. Deshalb wollen wir den Sanierungsstau und
notwendige Investitionen nicht länger aufschieben. Kinder, Jugendliche und Beschäftigte brauchen
verlässliche Lernumgebungen mit sicheren Gebäuden, funktionierender Ausstattung und einer
modernen Infrastruktur, die ihre Gesundheit erhält und stärkt. Gut ausgestattete Bildungsorte sind die
Grundlage für Chancengerechtigkeit, erfolgreiche Bildung und eine starke Zukunft für Emden.
Auch die digitale Bildung muss zuverlässig funktionieren und für alle zugänglich sein. Deshalb wollen
wir die bestehende Anlaufstelle der Stadt Emden für Eltern bei Problemen mit schulischen Endgeräten
stärken und besser ausstatten. Gleichzeitig setzen wir uns für eine verlässliche Finanzierung der digitalen
Ausstattung an den Schulen ein, damit Geräte, Software und technische Unterstützung kontinuierlich
gesichert sind. Digitale Bildung gelingt nur gemeinsam. Deshalb möchten wir Fortbildungsangebote für
Schüler:innen, Lehrkräfte und Eltern ausbauen, damit alle die notwendigen Kompetenzen erwerben
können, um die Chancen der Digitalisierung sicher und verantwortungsvoll nutzen.
Schulen sollen Lernorte sein, an denen sich alle Menschen willkommen fühlen und die Unterstützung
erhalten, die sie für ihren Bildungsweg benötigen. Ein empathisches Miteinander, echte
Beteiligungsmöglichkeiten und ein sozialer Zusammenhalt, der aktiv gefördert wird, sind dafür
unverzichtbar. Deshalb wollen wir Inklusion weiter stärken, Barrieren abbauen und neue Wege mutig
erproben – auch im Rahmen von Pilotprojekten.
Der Zugang zu Schulbegleitungen muss einfacher, schneller und bedarfsgerechter werden.
Gleichzeitig wollen wir die Kitas und Schulen als lebendige Quartiersorte stärken und ihre
Zusammenarbeit mit Vereinen, Kulturangeboten und außerschulischen Partnern weiter ausbauen. Wir
setzen uns für eine Stärkung des Bündnisses Ganztag ein, um verlässliche und qualitativ hochwertige
Angebote für Kinder und Familien zu generieren. Dazu gehört für uns das Ziel eines kostenfreien
Mittagessens, damit alle Kinder unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern gleichberechtigt teilhaben
können. Gesunde Ernährung bildet die Basis für gesunde Kinder, die erfolgreich lernen und leben
können.
Nachhaltige Bildung braucht nachhaltige Arbeitsbedingungen. Deshalb setzen wir uns für eine
verlässliche Personalbindung durch faire Bezahlung und attraktive Arbeitsbedingungen für
pädagogisches Personal ein. Gleichzeitig wollen wir eine Qualifizierungs- und Weiterbildungsoffensive
für Erwachsene auf den Weg bringen.
Gemeinsam mit den Emder Berufsschulen, der Hochschule Emden/Leer, den Industrie- und
Handelskammern sowie Gewerkschaften sollen Bildungs- und Weiterbildungsangebote besser vernetzt
und ausgebaut werden. So schaffen wir neue Chancen für berufliche Entwicklung, erleichtern den
Einstieg in neue Tätigkeitsfelder und stärken die Fachkräftebasis unserer Region.
Die Hochschule Emden/Leer soll noch stärker Teil des städtischen Lebens werden. Deshalb möchten wir
sie stärker in das Stadtgeschehen einbinden und die Zusammenarbeit zwischen Hochschule, Stadt,
Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft ausbauen. Studierende bringen neue Ideen, Fachwissen und
Vielfalt nach Emden und sind ein wichtiger Teil unserer Stadtgemeinschaft. Wir setzen uns für mehr
bezahlbaren Wohnraum für Studierende ein und wollen den Übergang in lokale Ausbildung und
Beschäftigung erleichtern. So können wir Fachkräfte in der Region halten und Emden als attraktiven
Studien-, Lebens- und Arbeitsort weiter stärken.
Die vielfältige Expertise und der breitgefächerte Einsatz im Ehrenamt ist ein großer Schatz unserer Stadt.
Wir wollen ein Netzwerk von Expert:innen aus Vereinen, Verbänden, Kultur, Handwerk, sozialen
Einrichtungen und der Wirtschaft stärken, um Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen
generationenübergreifend weiterzugeben. So fördern wir lebenslanges Lernen und schaffen zusätzliche
Bildungs- und Beteiligungsmöglichkeiten für Menschen jeden Alters. Gleichzeitig wollen wir die
Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen stärken. Demokratie muss erlebt und geübt werden
können. Deshalb unterstützen wir Projekte wie Schule der Demokratie und Schule ohne Rassismus –
Schule mit Courage sowie die Weiterentwicklung und Stärkung des Jugendparlaments und weiterer
Beteiligungsformate für junge Menschen. Kinder und Jugendliche sollen Ideen, Anliegen und
Perspektiven aktiv einbringen und erleben können, dass ihre Stimmen gehört werden und etwas
bewirken können.
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