Aktuelles aus der Fraktion

Sozialer Ausgleich für Schließung

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Bornemann,

die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen stellt folgenden Antrag zur Behandlung im Sportausschuss und im Jugendhilfeausschuss:

Die Verwaltung wird gebeten, als Ausgleich für die Schließung des Freibades Borssum in 2017 den Badbesuchern aus den südlichen Stadtteilen, vor allem Kindern und Jugendlichen, für die diesjährige Freibadsaison eine Nutzung der Friesentherme und des Van-Ameren-Bades zu den Konditionen wie im Borssumer Freibad zu ermöglichen, um einen angemessenen Nachteilsausgleich zu schaffen.

Begründung:
Die kurzfristige Schließung des Freibades Borssum in der Saison 2017 ist ein erheblicher Verlust an Lebensqualität für die Bewohner im Stadtsüden. Die betrifft die Erholungsfunktion, die gesundheitsfördernde sportliche Betätigung und auch den sozialen Zusammenhalt, für die das Bad eine wichtige Klammer bildet.

Die schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen sind von der Schließung in besonderem Maße betroffen. Für viele ist das Bad in den Sommerferien ein Ort des Austausches und der Begegnung, insbesondere für diejenigen Familien, die in den Ferien zu Hause bleiben (müssen). Der Weg zu den anderen Bädern ist vielfach mit höherem Aufwand verbunden (Fahrtkosten und Eintrittspreise). Zwar beträgt der Eintritt für Kinder und Jugendliche im Van-Ameren-Bad wie in Borssum 1 Euro, es gibt jedoch keine Sozialmäßigung wie im Borssumer Bad. In der Friesentherme liegt der Eintrittspreis bei 4 Euro für eine Tageskarte. Dies ist für viele Familien nicht bezahlbar.

Für die Stadt entfällt bei der Schließung des Bades der jährliche Zuschussbetrag, der nach Angaben der Verwaltung rund 250.000 Euro beträgt. Daraus stünden Mittel zur Verfügung, um die sozialen Härten, die mit der Schließung verbunden sind, auszugleichen. So könnten z.B. im Rahmen des Ferienpassangebotes entsprechende Angebote geschaffen werden. Auch die Einrichtung einer öffentlichen Badestelle am Uphuser Meer könnte in Betracht gezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Bernd Renken